MEN-TAL

Hier sollt ein hübsches Bild von einem Boot sein.
Wie geht es dir mental?

Was kommt Dir in den Sinn, wenn ich frage, wie es Dir mental geht?
Recht gut, nehm ich an, “Ich bin ja auch noch nicht in der Anstalt.”
Darum geht es aber gar nicht.

Permanent laufen im menschlichen Geist Prozesse ab: Gedanken werden zu Vorstellungen, diese werden zu Gewohnheiten, diese zu Bildern und Meinungen, die wiederum unser Handeln bestimmen. Dies geschieht jedoch zumeist unbewusst und unkontrolliert, und wirkt manchmal kontraproduktiv. Nämlich wenn unsere Gedanken nur um Unsicherheiten, Ängste und Versagen kreisen, blockiert man sich selbst. In vielen Lebensbereichen!

Mental heißt auf den menschlichen Geist und seine Funktionsweise bezogen, wobei Geist ein ziemlich uneinheitlich verwendeter Begriff der Philosophie und Psychologie ist. Klar. Wir bleiben sogar im Abstand zu jeglicher Theologie. Lass uns über unseren Geist sprechen, der dir gerade zuhört, wenn du das hier liest oder wenn du nachdenkst. Ja, wer ist das denn, der dir zuhört, wenn du denkst?

Es ist die mentale Ebene, die in den heutigen Schulen und Universitäten vorherrschend ist. Wir arbeiten meist komplett mit dem Kopf und verausgaben uns mental für Dinge, die uns privat nicht mal interessieren würden. Wissenschaft bedeutet in den meisten Fällen das Hantieren mit abstrakten Modellen und Konzepten. In solch kopflastiger Arbeit werden leider oft körperliche und emotionale Aspekte einer Person vernachlässigt, was  zu Einseitigkeit und Unausgewogenheit führt.

Ich arbeite mit Ihnen gemeinsam eben auf dieser mentalen Ebene. Sie ist mit der emotionalen Ebene eng verbunden, denn die Gedanken werden in den vielen Fällen von Emotionen begleitet. Emotionen und Gedanken interagieren miteinander stark. Vielleicht kann ich Ihnen Ihre Emotionen nicht wegnehmen. Vielleicht ist das auch gut so. Aber wir können gemeinsam an Ihrer Gedankenwelt arbeiten. Sie können nicht alles verändern:

Sie können aber immer frei entscheiden, wie Sie auf etwas reagieren.

Hier ist ein Eisberg zu sehen.
Mentaler Eisberg

Mental sind wir in einen bewussten und unterbewussten Teil gesplittet. In unseren kleineren, bewussten Teil denken und setzen wir aktiv unseren Willen um. Wenn Sie beispielsweise eine Tasse Kaffe heben und trinken.
Für die meisten von uns ist der viel größere und unterbewusste Teil allerdings in seiner Macht auf uns neu. Das ist der Teil unter Wasser, mit dem Sie beispielsweise nebenher und unbewusst Ihren Kaffee einschenken, während Sie bewusst sprechen oder jemandem zuhören. In ihm stecken immens viele, tief verwurzelte mentale Muster, die uns davor schützen, jeden Gedanken oder jede Handlung mit voller, bewusster Hirn-Power zu vollziehen. Wenn Sie Ihren Kaffee beim Einschenken nicht verschüttet haben und dabei korrekte Sätze beim Sprechen gebildet haben, haben Sie ganz sicher schon mal vorher Kaffee eingeschenkt gehabt: Denn unterbewusst werden wiederkehrende und routinäre Handlungen abgespeichert, die Sie bereits aus Erfahrung als verschiebbar klassifiziert haben. Das kommt aus Zeiten, wo das Hirn sich notwendigerweise auf neue Ereignisse voll bewusst konzentrieren musste, um drohende Gefahren in seiner Umwelt schnell zu erkennen. Sehen Sie etwas Gewohntes, wissen Sie unterbewusst, wie Sie darauf zu reagieren haben: Ruhig oder gestresst, zunächst egal. Sehen Sie etwas Neues, was Sie nicht kennen, ist die Aufmerksamkeit zunächst mal voll auf diese Sache gerichtet. Bis Sie Ihren Schluss ziehen oder mit etwas Bekanntem assozieren und die Entscheidung in eine Tat umsetzen: Ruhig oder gestresst, immer noch egal.
Das heißt im Umkehrschluss:

Lernen geschieht unter Wasser.

Bildlich, in unserem Modell des Eisbergs gemeint. Alles, was Sie auswendig können, neben Kaffee Einschenken als weitere Beispiele Autofahren, ein Gedicht aufsagen oder einen wildgewordenen Hund auf der Straße als gefährlich einstufen, ist durch stetige Wiederholung oder einen starken emotionalen Aspekt wie Angst in Ihr Unterbewusstsein eingraviert worden. Sie wurden programmiert. Glauben Sie nicht? An was denken Sie als erstes, wenn Sie einem vollbärtigen großen Mann im Gewand auf der Straße begegnen?
Und genau hier ist der Knackpunkt. So laufen aktuell hunderte von Millionen Menschen rum, auf der ganzen Welt. Ihr Unterbewusstsein speichert hier allerlei ab. Teilweise Unnötiges, ja gar Falsches. Assoziationen, die nicht stimmen. Haben Sie einst eine Erfahrung gemacht, die Sie davon abhält, diese Handlung wieder zu tun? Im Falle einer echten Gefahr, ist das auch legitim. Aber was ist echt gefährlich? Müssen Sie beispielsweise vor der ehrlichen Aussprache Ihrer Meinung wirklich Angst haben?

Ziel eines Mentalen Trainings unter professioneller Anleitung ist es, Blockaden aufzulösen und das Denken in positive und konstruktive Bahnen zu lenken. Grundlage dafür muss zunächst das Erkennen und Formulieren der eigenen Situation, der eigenen Fähigkeiten sowie der eigenen Ziele sein.

Lesen Sie, wie ich Sie